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Der Autor dieses Blogs

Gerald Knöß
1998 Abschluss in Germanistik, englischer Literatur und Filmwissenschaft an der Universität Zürich; bei Peter von Matt, Elisabeth Bronfen und Christine Noll-Brinckmann.
Seit 1998 Lehrer für Deutsch, Medienkunde und Theater an der Kantonsschule Wettingen, einem Schweizer Gymnasium.
2004 bis 2008 Weiterbildung an der Zürcher Hochschule der Künste im Bereich Schauspiel- und Improtheater.
2005-2008 Bachelor in Philosophie an der Uni Zürich; Seminare bei Prof. Ursula Pia Jauch von 2008-2012. 


Warum LiMoTee?

Entstanden ist LiMoTee, um meinen und andere Klassen und Schüler_innen zu helfen. Jahr für Jahr müssen unzählige von ihnen an unzähligen Schulen unzählige Listen zusammenstellen. Sie sollen eine Reihe literarischer Texte enthalten, die nach vorgegebenen Kriterien miteinander verknüpft sind. Betrifft ein Kriterium literaturgeschichtliche Epochen oder eine Autorin, wird man im Netz leicht fündig. Sollen die Texte aber motivisch oder thematisch verknüpft sein, wird die Suche schwierig.
LiMoTee ist noch relativ jung und wird ständig erweitert und verbessert, gerne auch aufgrund von Hinweisen der Nutzer und Nutzerinnen.

PS Der Name LiMoTee steht für für Literatur, Motive und Themen. Na ja, bisschen gemogelt halt.


Wie ist LiMoTee aufgebaut?

Die Basis zu LiMoTee bildet 
1. Bücher und Filme, die ich im Studium und danach gelesen resp. gesehen habe oder von denen ich Kenntnis habe.
2. Elisabeth Frenzels Standardwerk »Motive der Weltliteratur« 

Der Fokus liegt auf deutschsprachiger Literatur. 

1. Beispiele aus der Weltliteratur nichtdeutscher Sprache.
2. Beispiele aus der deutschsprachigen Literatur von 1200 bis heute.
3. Beispiele aus dem internationalen Film. 
4. (noch im Aufbau begriffen) Beispiele aus Oper und Musical 

Lyrik:
Was weitgehend fehlt, sind lyrische Texte (außer z.B. zum Motiv der ›Stadt›). Kann sein, dass sich da mal was tut, kann aber auch nicht sein. Kommt Zeit, kommt Rat, kommt gute Tat, um hier mal Sven Regener von Element-of-Crime zu zitieren.

Noch etwas: Ideen zu Titeln, die auf der Liste fehlen, Verbesserungsvorschläge, Hinweise und Ideen werden von mir sehr gerne entgegengenommen und ernsthaft geprüft.


Ziele, Begriffe, Schwierigkeiten

Ein großes Anliegen ist es mir, die Brücke zu schlagen einerseits zwischen Literatur und Film und andererseits innerhalb der Literatur zwischen dem klassischen Kanon und zeitgenössischen Geschichten. Beides bringt gewisse Anpassungen und Verallgemeinerungen mit sich, ohne welche der Versuch einer gewissen Systematik scheitern muss. Die Probleme und Themen, von denen wir Menschen uns mündlich und schriftlich uns seit jeher erzählen, sind im Kern dieselben geblieben. Dennoch hat sich das menschliche Zusammenleben und unser Verhältnis zu Gott, Schicksal, dem Universum und der Natur seit Homer, Sophokles und Sokrates auch ein wenig verändert – und damit auch manche Normen. Umwertungen oder Verschiebungen haben stattgefunden und tun dies weiterhin. Die Folge: einzelne Motive und Themenbereiche sind vorwiegend für vergangene Epochen relevant, z.B. ›das Duell‹ i.e.S., andere sind irgendwann neu entstanden und im Wachsen begriffen, z.B. ›die Stadt‹, oder sind gerade im Begriff zu entstehen resp. sich zu etablieren, z.B. ›Transgender‹. 

Aus heutiger Sicht veraltete Begriffe oder solche mit veralteten Konnotationen, wie man sie bei Elisabeth Frenzels (siehe oben) findet, versuchte ich dem gegenwärtigen Sprachgebrauch anzupassen, was i.d.R. bereits eine leichte Umwertung mit sich bringt. Sie sollen den Akzentverschiebungen gerecht werden, welche die Weiterentwicklung unserer Zivilisation mit sich gebracht haben. Zwei Beispiele dazu: Eine abgelegte Geliebte, wie beispielsweise die Figur der Gräfin Orsina aus Lessings Emilia Galotti, wäre heute keine ›gefallene Frau‹ mehr (wie es noch bei Frenzel heißt). Auch Begriffe wie ›Räuber‹ oder ›Kurtisane‹ wirken antiquiert und wurden von mir ersetzt.

›Mésalliance‹ oder ›Verbotene Liebe‹?

Noch etwas zu den Begrifflichkeiten und dem Zusammenhang zu den Bedingungen der Suchmaschinen wie Google etc.: Eines der wesentlichen Ziele meines Blogs ist es, anzuregen und zu inspirieren, weshalb ich es Leuten auf der Suche nach Büchern und Filmen leicht machen muss, überhaupt erstmal auf LiMoTee zu kommen. Und wenn Sie auf dem Blog sind, muss ich es ihnen möglichst leicht machen, zu finden, wonach sie suchen. 
Auch hierzu ein Beispiel: Viele Menschen interessieren sich für Liebesbeziehungen mit der Romeo-und-Julia-Thematik, in denen z.B. zwei junge Menschen gegen den Widerstand ihres Umfelds eine Liebesbeziehung eingehen wollen, und suchen Bücher und Filme dazu. Nur ganz wenige kämen auf die Idee, den Begriff der ›Mésalliance‹ in Suchmaschinen einzugeben, was eigentlich die Sache trifft, aber auch ein Fachbegriff ist. Also habe ich mich für ›Verbotene Liebe‹ entschieden, was sicher viele an die gleichnamige Soap erinnert und die Augenbrauen hochziehen lässt. Doch bitte: Die meisten verstehen diesen Begriff besser als ›Mésalliance‹. 

(to be continued)